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Kapitel 8Fortgeschritten23 Min.

Färbung als mathematische Methode

Schachbrettfärbungen und Überdeckungen · Abschnitt 29 von 60

Intuition

Farben als Superkräfte – nicht als Schmuck

Stell dir ein Schachbrett vor: schwarz und weiß. Die Farben sind kein Deko-Trick. Sie machen sichtbar, was jeder Domino tut – egal wo er liegt.

Regel der guten Färbung: Jeder erlaubte Stein muss auf die Farben immer dieselbe Wirkung haben.

Gelöstes Beispiel

Beispiel: Ein Domino

Beobachtung. Bei Schachbrettfärbung haben Nachbarfelder verschiedene Farben.

Folge. Jeder 1×21\times2-Domino bedeckt genau ein schwarzes und ein weißes Feld – horizontal oder vertikal, Ecke oder Mitte: immer 1:1.

Das ist die lokale Bilanz, die wir global ausnutzen.

Satz

Farbbilanz als notwendige Bedingung

Wenn jedes erlaubte Teil die Farben in einem festen Verhältnis bedeckt, muss eine vollständige Überdeckung insgesamt dasselbe Verhältnis haben.

Fehlt das Verhältnis → Überdeckung unmöglich.

Beweis

Warum das gilt

Die Gesamtbilanz ist die Summe der lokalen Bilanzen aller Steine. Hat jeder Stein Bilanz 1:1, bleibt auch die Summe 1:1 – wie viele Steine du auch legst.